|  |  |  | |  | |  |  |  | Die Herkunft von Oxidantien und freien Radikalen
Es
spielt keine Rolle, wo wir leben oder wie vorsichtig wir sind.
Umweltgifte, d.h. Oxidantien, lassen sich nicht vermeiden. Sie sind
überall auf der Welt Bestandteil der Atemluft, der Nahrung und des
Trinkwassers. Die Wirkung vieler Schadstoffe auf die Umwelt wird mit
freien Radikalen in Verbindung gebracht. Es handelt sich bei diesen um
labile chemische Verbindungen, die entstehen, wenn unsere Zellen
Energie aus Nahrung und Sauerstoff bilden und wenn wir Schadstoffen und
Toxinen in Form von Zigarettenrauch, Alkohol, Ionenstrahlung und
UV-Strahlung, Pestiziden und Ozon ausgesetzt sind. Freie Radikale
unterstützen den Körper bei der Energieerzeugung und bei der Abwehr von
Krankheiten. Wenn die freien Radikale in unserem Körper jedoch
überhandnehmen, greifen sie gesunde Zellen an und lassen sie vorzeitig
altern. Der Freie-Radikale-Theorie zufolge, lösen freie Radikale eine
Schädigung der Makromoleküle aus und bringen damit den Alterungsprozess
in Gang. Die Schädigung durch freie Radikale (auch Oxidation
genannt) wird mit der Bildung jeder degenerativen Erkrankung, wie z.B.
Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, grauem Star sowie dem
Alterungsprozess an sich in Verbindung gebracht. Mit dem Begriff des
oxidativen Stresses ist das fehlende Gleichgewicht zwischen der
Entstehung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) einerseits und der
Aktivität der antioxidativen Abwehr andererseits gemeint (Halliwell und
Gutteridge 1999). Aufgrund ihrer hohen Reaktivität sind ROS fähig,
Schäden hervorzurufen, und sie können dadurch auch toxisch,
genverändernd und krebsfördernd wirken (Nordberg und Arner 2001). Da
die antioxidative Abwehr des Körpers nicht willkürlich gesteigert
werden kann, müssen wir den Grad des von außen zugeführten
antioxidativen Schutzes erhöhen, indem wir Antioxidantien entweder mit
der Nahrung oder synthetisch aufnehmen. In den folgenden
Abschnitten wird die Herkunft von Oxidantien und freien Radikalen
vorgestellt, denen Menschen ausgesetzt sind, wie z.B. UV-Strahlung, Ionenstrahlung, Luftschadstoffe (Ozon, Feinstäube, Nitrogenoxid ), Pestizide,
Zigarettenrauch
Wir beginnen mit der UV-Strahlung:
Sonnenstrahlen verursachen Oxidationsschäden bei der Haut
Im folgenden Abschnitt erfahren Sie, wie die Sonnenstrahlen Ihre Haut beeinflussen und was Sie zu Ihrem Schutz tun können. Die
Alterung der Außenschichten der Haut beruht auf verschiedenen Faktoren:
Ionenstrahlung, schwerer physiologischer und psychosozialer Stress,
Alkoholkonsum, Mangelernährung, übermäßige Ernährung,
Umweltverschmutzung und UV-Strahlung. Bei all diesen Umweltfaktoren schlägt die UV-Strahlung mit 80 % zu Buche.
Bei der Hautalterung und beim Hautkrebs ist sie der wichtigste
Umweltfaktor. Beim ultravioletten Anteil des Sonnenlichts handelt es
sich um eine unsichtbare Art von Strahlung, die die Struktur von
Hautzellen durchdringen und verändern kann. UV-Strahlung begünstigt bei
ständiger Exposition unterschiedliche negative Hautveränderungen, wie
etwa vorzeitige Hautalterung, Hautverdickung, Faltenbildung,
Entzündungszustände und die Bildung von Hautkrebs. Gebräunte Haut ist
eigentlich das äußere Zeichen einer Hautschädigung. Hautzellen, die
durch ultraviolette Strahlung geschädigt werden, bilden mehr Melanin –
und dieses Pigment erzeugt den gebräunten Teint.
Schützen Sie Ihre Haut mit folgenden Maßnahmen vor der Sonne:
Die
wichtigste Maßnahme ist die Vermeidung direkten Sonnenlichts, damit Sie
sich der Sonne nicht zu lange aussetzen und Sonnenbrand gar nicht erst
entstehen kann. Nach Möglichkeit sollten Sie zwischen 10 Uhr morgens
und 16 Uhr nachmittags auf Außenaktivitäten verzichten – dann ist die
Sonneneinstrahlung am stärksten. Wenn die Vermeidung direkten Sonnenlichts nicht möglich ist, sollte die Haut von außen und innen geschützt werden.
Schutz der Haut von außen: Sonnenschutzmittel
Cremen
Sie sich grundsätzlich mit einem Sonnenschutzmittel ein, das gegen UVA
und UVB gleichzeitig schützt und einen Sonnenschutzfaktor von
mindestens 15 hat. Achten Sie darauf, dass sowohl UVA- als auch
UVB-Strahlen abgehalten werden.
Schutz der Haut von innen: Die Einnahme von Antioxidantien
Einige
Stunden oder Tage VOR jedem Sonnenbad sollten Sie entweder an
Antioxidantien reiches Obst und Gemüse essen oder antioxidantienhaltige
Ergänzungsmittel einnehmen. Durch den Einfluss von UV-Strahlung werden
die in der Haut enthaltenen Antioxidantien erschöpft, und schließlich
ist die Entstehung von Hautkrankheiten die Folge. Unmittelbar
nach der Bestrahlung der Haut mit UV- Strahlen kann der Vorrat an
Antioxidantien sehr stark erschöpft sein. Eine erhöhte UVB-Strahlung
unterdrückt die antioxidativen Systeme und fördert in bestrahlten
Zellen die Akkumulation bestimmter aktiver Sauerstoffspezies, wie z.B.
der Superoxide, die das vom Sauerstoff abgeleitete Anion O2- enthalten,
oder des Wasserstoffperoxids (H2O2) und des Malondialdehyds (MDA). Kinder
müssen besonders vor der Sonne geschützt werden. Das Risiko, an
Hautkrebs zu erkranken steigt dramatisch, wenn Kindern vor dem 18.
Lebensjahr ein- oder zweimal einen Sonnenbrand mit Blasenbildung
bekommen haben. Weisen Sie Ihre Kinder darauf hin, im Schatten zu
spielen, schützende Kleidung zu tragen und regelmäßig
Sonnenschutzmittel aufzutragen.
Wissenschaftlicher Artikel von Dr. Poljsak, Universität Ljubljana, Slowenien
Quelle: American Cancer Society
weitere Informationen: www.active-h.info
|
|  |  |
|  |
|